7. Städtebauliche Entwicklung

 
Bilanz 2008-2013:
Die FDP hat in der laufenden Ratsperiode die wesentlichen Projekte der Stadtentwicklung konstruktiv und kritisch begleitet. Die Entwicklung des neuen Stadtteils Carlshöhe sehen wir grundsätzlich als positiv für die Stadt. Uns scheint es allerdings notwendig zu sein, dabei ein besonderes Augenmerk auf die Einhaltung der planerischen und rechtlichen Rahmenbedingungen zu halten.

Die Bebauung der Hafenspitze wird von der FDP als Gewinn für Eckernförde angesehen. Mit ihrer Fertigstellung wird deutlich werden, dass sie sowohl baulich als auch wirtschaftlich unsere Stadt voranbringen wird. Sie ist die notwendige Ergänzung zu der von der FDP unterstützten Neugestaltung der Promenaden auf der Innenstadtseite des Hafens.

Auch wenn die Haushaltslage keine großen Entwicklungen im Bereich der Kieler Straße erlaubt hat, so hat die FDP sich dennoch dafür eingesetzt, dass der Platz vor der Alten Bauschule an der Kieler Straße in öffentlichen Raum übernommen wurde, der Platz vor der Commerzbank neu gestaltet wurde und auf dem Gänsemarkt der verfallene Brunnen sowie vor der Alten Post die „Panzersperren“ entfernt wurden. Auch den Neugestaltung der Langebrückstraße und der Gerichtsstraße hat die FDP unterstützt.

Die Umsetzung des Projekts Binnenhafen-Nooröffnung unterstützt die FDP seit Anbeginn durch die Mitarbeit in den entsprechenden Arbeitsgruppen und die Zustimmung zu den entsprechenden Planungsbeschlüssen. Wir glauben, dass die hier stattfindende Entwicklung sich nachhaltig positiv für Eckernförde auswirken wird.

Den Bebauungsplan für den Bereich der Gerichtsstraße und der Reeperbahn haben wir abgelehnt. Aus Sicht der FDP wird durch die geplante massive Überbauung des Parkplatzes der Alten Bauschule die Eingangssituation zur Innenstadt zerstört. Diese Entwicklung ist aus städtebaulicher Sicht abzulehnen.

Die FDP hat es immer abgelehnt, wenn verbindliche Vorgaben, die durch die Ratsversammlung im Rahmen eines Bauprojekts gesetzt wurden, bei der Umsetzung dann willkürlich umgangen werden sollten. Aus diesen Gründen haben wir gegen die zusätzliche Backstraße des Lidl-Marktes in der Ostlandstraße und die um mehr als 15 Prozent höhere Bebauung am Mühlenberg gestimmt. Wir sind der Meinung, dass Politik sowohl für die Bauherren als auch für die Bürger verlässlich zu sein hat.

Ebenso haben wir die bauliche Entwicklung im Jungfernstieg sehr kritisch beobachtet. Nachdem immer größere Gebäude den Charakter der Bebauung massiv verändert haben und in Zukunft noch stärker zu verändern drohten, hat die Ratsversammlung auf Antrag der FDP für diesen Bereich die Aufstellung eines Bebauungsplans beschlossen, der künftig das Maß der Bebauung regeln wird. Damit ist weiterer baulicher Wildwuchs in diesem Bereich ausgeschlossen.

Um neuen Wohnraum für Familien in Eckernförde zu schaffen, haben wir uns für die Schaffung des Neubaugebiets Schiefkoppel eingesetzt. Dabei wurde bereits in der vorhergehenden Ratsperiode auf Betreiben der FDP die Erschließungsplanung so geändert, dass die Zufahrt nicht über den verkehrlich überlasteten Diestelkamp erfolgt.

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Wir werden die städtebauliche Entwicklung in Eckernförde auch weiterhin kritisch und mit dem nötigen Augenmaß begleiten. Hierbei steht für uns die sachorientierte Debatte im Vordergrund. Auf Grundlage der rechtlichen Möglichkeiten sowie der Wahrung der Rechte aller Betroffenen treffen wir so die bestmöglichen Entscheidungen. Wichtig ist für die FDP: Wir werden weiterhin nicht kritiklos jede Entwicklung durchwinken. Andererseits werden wir keine reine Verhinderungspolitik mit der grundsätzlichen Ablehnung von Veränderungen betreiben. Unsere Stadt muss sich maßvoll und bedarfsgerecht entwickeln können.

Der Erhalt des Altstadtcharakters ist ein wichtiges Anliegen, für das wir uns mit Herz und Verstand einsetzen. Aber auch mit Recht. So sei darauf verwiesen, dass oftmals gefordertes historisierendes Bauen durch den Denkmalschutz in der Regel abgelehnt wird. Vielmehr wollen wir unser Augenmerk darauf legen, dass sich neue Bauvorhaben oder Veränderungen möglichst harmonisch einfügen, indem sie passend dimensioniert geplant und realisiert werden. Diese Maßstäbe gelten unserer Auffassung nach nicht nur für die Altstadt, sondern vielmehr für das gesamte Stadtbild Eckernfördes.

In den vergangenen Jahren wurden für Eckernförde wichtige Bauprojekte maßgeblich durch den Stadtumbau West finanziert. Wir wollen dieses Förderprogramm auch in der Zukunft nutzen, um möglichst viele Fördermittel für die weitere Entwicklung unserer Stadt einsetzen zu können. Schwerpunkte sind dabei das Projekt Binnenhafen-Nooröffnung mit der Verbindung der Borbyer und der Hafenpromenade sowie die Entwicklung der Kieler Straße.

Dabei wollen wir auch die Weiterentwicklung der städtischen Plätze wieder in Angriff nehmen. Dabei geht es unter anderem um die Entwicklung des Platzes vor der Alten Post und der Willers-Jessen-Schule mit dem Stadthallenvorplatz zu einem neuen Fördeplatz, den Gänsemarkt und den Kirchplatz. Besonders wichtig ist uns, durch die Gestaltung des Bahnhofsvorplatzes in Verbindung mit der Kreuzung Gerichtsstraße / Reeperbahn eine Eingangssituation zur Innenstadt zu schaffen. Die Bebauung des Parkplatzes vor der Alten Bauschule lehnen wir deshalb ab.

Um eine passende Bebauung sicherzustellen, muss die von uns in dieser Ratsperiode angestoßene Überprüfung von Bebauungsplänen (B-Plänen) fortgesetzt werden. Dabei soll für das gesamte Stadtgebiet überprüft werden, ob Veränderungsdruck dazu geführt hat, dass B-Pläne neu aufgestellt oder angepasst werden müssen. Wo es geeignet erscheint, sollen B-Pläne auch aufgehoben werden können.

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