6. Wirtschaft und Tourismus

 
Bilanz 2008-2013:
Die Attraktivität Eckernfördes hängt sehr von seinem innerstädtischen Einzelhandelsangebot ab. Gleichzeitig werden im Stadtgebiet Nahversorgungszentren (Ostlandstraße, Reeperbahn, Kakabellenweg, Hörst) benötigt, an denen die Bürger ihren täglichen Bedarf decken können. Die FDP hat sich dafür eingesetzt, dass die Erweiterungen der Nahversorgungszentren maßvoll bleiben und nicht zu einer Ausblutung der Innenstadt führen. Der letzten Erweiterung in der Ostlandstraße haben wir deshalb unsere Zustimmung verweigert.

Die Fremdenverkehrsabgabe, die inzwischen alle Unternehmen betrifft, haben wir nur unter großen Bedenken mitgetragen. Sie ist einerseits Voraussetzung dafür, dass die Stadt für touristische Projekte Fördermittel erhält. Andererseits erfordert sie ein sehr komplexes Abrechnungsmodell, damit sie rechtssicher ist. Da die Stadt auf Fördermittel für den Ausbau der touristischen Infrastruktur nicht verzichten kann, haben wir uns dafür eingesetzt, dass zumindest die Höhe der Fremdenverkehrsabgabe begrenzt bleibt. Trotz des übermäßigen bürokratischen Aufwands für die Unternehmer unserer Stadt haben wir diese Abgabe schweren Herzens mitgetragen.

Gemeinsam mit dem Beirat für Menschen mit Behinderung hat sich die FDP für den Ausbau eines barrierefreien touristischen Angebots eingesetzt. Dazu gehören beispielsweise der Rolli-Führer der Stadt, der barrierefreie Strandzugang oder die Anschaffung eines Strandrollstuhls. Belohnt wurden diese Bemühungen 2011 mit der Verleihung des „Goldenen Rollstuhls“ an die Stadt in der Kategorie „Barrierefreies Kultur- und Freizeitangebot“. Wir sehen in der Entwicklung Eckernfördes zu einem barrierefreien Reiseziel nennenswertes wirtschaftliches Potenzial für unsere Stadt.

Im Rahmen der Haushaltskonsolidierung hat die FDP notgedrungen eine Erhöhung der Grund- und Gewerbesteuer im Rahmen eines Gesamtkonzeptes mitgetragen. Gleichwohl haben wir durchgesetzt, dass diese Erhöhung bis zum Jahresende 2013 befristet ist.

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Eckernfördes besonderer Charme wird innerstädtisch durch eine einzigartige Kombination geprägt. Wir schätzen die liebenswerte und lebendige Innenstadt, an die Hafen und Strand direkt Anschluss finden. Sie wird in ihrem Charakter durch einen hohen Anteil von inhabergeführten Geschäften geprägt. Bei uns drängt sich nicht ein Filialist neben den anderen, es besteht vielmehr noch ein individuelles Eckernförder Angebot. Diese Besonderheit gilt es zu erhalten.

Hierfür ist es notwendig, die Angebote in Hörst, Kakabellenweg und Ostlandstraße auch zukünftig auf ihr heutiges Maß zu begrenzen, um eine weitere Kaufkraftverschiebung zu vermeiden.

Besonders wichtig für die Innenstadt ist auch die gute Erreichbarkeit mit dem Auto. Hierzu stellt Eckernförde seinen Besuchern eine große Anzahl an Parkplätzen zur Verfügung, kostenlose sowie kostenpflichtige. Die FDP sieht Bedarf an einer Optimierung gerade des kostenlosen Angebotes. Wir wollen prüfen, ob die kostenlosen Parkplätze am Bahnhof durch die Überbauung mit einer Parkpalette erweitert werden können. Ebenso ist es sinnvoll die Pendlerparkplätze am Bahnhof auf den Parkplatz am Grünen Weg zu verlagern. Die stadtnäheren Parkplätze am Bahnhof können dann kostenlos mit einer Parkzeitbegrenzung von mindestens vier Stunden durch die Innenstadtbesucher genutzt werden. Voraussetzung für die Verlagerung der Pendlerparkplätze ist, dass die Deutsche Bahn AG eine fußläufige Verbindung von den Parkplätzen am Grünen Weg zu den Bahnsteigen ermöglicht.

Auch beim Projekt Nooröffnung muss die Parkplatzsituation Berücksichtigung finden. Weitere Parkplätze können hier durch ein neues Parkhaus in der Noorstraße und eine neue Parkfläche am Schulweg geschaffen werden. Hierbei sollen auch weitere kostenlose Parkplätze entstehen.

Die FDP in Eckernförde setzt sich dafür ein, dass die weitere städtebauliche Entwicklung durch die ETMG professionell mit einem Stadtmarketingprozess begleitet wird.

Auch weiterhin soll Eckernförde engagiert an dem EU-Projekt AktivRegion „Hügelland am Ostseestrand“ teilnehmen um die Lebensqualität und Wirtschaftskraft in der Region weiter voranzutreiben.
In der touristischen Vermarktung durch die LTO Eckernförder Bucht sehen wir ein Möglichkeiten der vertieften Zusammenarbeit mit der Region Schlei-Ostsee. Diese Region stellt eine touristische Erweiterung und eine Abrundung des Angebotes in Eckernförde dar.

Die ETMG hat bereits einige positive Akzente in der touristischen Vermarktung gesetzt. Die begonnene Professionalisierung des Übernachtungsangebotes in Eckernförde soll weiter ausgebaut werden. Wir setzen uns dafür ein, dass bei der weiteren touristischen Entwicklung ein besonderes Augenmerk auf die Barrierefreiheit gelegt wird. Mit einem ganzheitlichen barrierefreien Angebot kann Eckernförde sich gegenüber anderen Urlaubsorten absetzen und für alle Bürger, auch im Hinblick auf die demografische Entwicklung, noch lebenswerter werden.

So können Ferienwohnungen und –zimmer die besondere Qualitätsmerkmale, wie beispielsweise Barrierefreiheit erfüllen, hervorgehoben beworben werden umso Anreize für einen barrierefreien Ausbau zu schaffen.

Das barrierefreie Angebot soll durch einen entsprechenden Strandzugang und Bademöglichkeiten ergänzt werden. Auch bei der weiteren städtischen Entwicklung muss die Barrierefreiheit ein wichtiges Kriterium bleiben. Für eine zukunftsgerichtete Entwicklung Eckernfördes ist die Barrierefreiheit ein überaus wichtiger Aspekt.

Die FDP setzt sich für eine Erweiterung des Hotelangebotes in Eckernförde ein. Hierfür steht Am Exer eine geeignete Fläche bereit, die gerade mit dem nahe gelegenen Meerwasserwellenbad und seinem Wellnessbereich gute Synergieeffekte erzielen kann. Durch Wahrnehmung dieser Möglichkeiten können neue touristische Zielgruppen angesprochen werden. So kann sich Eckernförde mit einem geeignet erweiterten Hotelangebot zukünftig auch als Tagungsort positionieren.

Im Rahmen der Haushaltskonsolidierung haben wir dafür gesorgt, dass die Erhöhung der Grund- und Gewerbesteuer bis zum Jahresende 2013 befristet ist. Im Sinne der wirtschaftlichen Entwicklung unserer Stadt werden wir dann prüfen, ob die Finanzlage der Stadt die teilweise oder vollständige Rücknahme der Erhöhung ermöglicht.

5. Kultur 7. Städtebauliche Entwicklung