Mrz 122017
 

Auf seiner Sitzung in der letzten Woche hat sich die Vorstand der FDP Eckernförde-Schlei-Ostsee noch einmal sehr kurz mit dem Beitritt von Susanne Molt zur SSW-Fraktion befasst. Nach Angaben des Vorsitzenden Bernd Hadewig ist man sehr zufrieden: „Wir können die Aufgeregtheit, die wegen des Beitritts aufgeführt wurde, nicht annähernd nachvollziehen. Alle Schritte unserer Ratsvertreterin erfolgten in enger Abstimmung mit dem Vorstand. Frau Molt hatte uns angeboten, das Mandat niederzulegen, weil es ihr als Einzelkämpferin nicht mehr gelang, ihrem eigenen Anspruch an Familie, Beruf und Ehrenamt gerecht zu werden. Wir haben sie dann gebeten, weiterzumachen.“

Sein Stellvertreter Oliver Fink ergänzte: „Ich bin sehr glücklich, dass ich seit meinem ungeplanten Ausscheiden eine solch engagierte und kompetente Nachfolgerin habe. Mit ihrer Arbeit sind wir im Ortsvorstand außerordentlich einverstanden. Deswegen habe ich Ihr den Beitritt zur SSW-Fraktion vorgeschlagen, mit der ich mich auch schon zu Beginn der Ratsperiode locker über eine Zusammenarbeit unterhalten hatte. Damals sind wir nicht zusammengekommen, sind aber im Gespräch geblieben und waren bis auf wenige Ausnahmen auch inhaltlich immer eng beinander. Deshalb passt es jetzt auch sehr gut.“

Befremdlich ist es aus Sicht Hadewigs, dass ausgerechnet zu einer Zeit, in der die Gleichstellungsbeauftragten eine Aktion für mehr Frauen in der Politik starten, eine Politikerin öffentlich angegangen wird, weil sie eben nicht hinwirft, sondern sich bemühe, den Anforderungen an das Ehrenamt auch in schwierigen Zeiten gerecht zu werden. „Darüber hinaus hat sie – im Gegensatz zu den anderen beiden Wechseln in dieser Ratsperiode – nicht einmal ihr Mandat mit zu einer anderen Partei genommen. Sie ist vielmehr weiterhin Mitglied der FDP.“

Nach Ansicht Finks muss man auf die Kampagne, die mit dem Wechsel seiner Parteifreundin einhergegangen ist, nicht viel geben: „Da erklärt jemand auf Plattdeutsch seine intellektuelle Überforderung mit einfachen politischen Abläufen. Darüber sollte man schmunzeln. Der Rest war zumeist klar als politischer Auftragsschreiber, notorischer Nörgler oder erklärter FDP-Gegner zu erkennen. Ich denke, unseren Wählern ist statt an diesem Verbalkrawall vielmehr daran gelegen, dass wir inhaltlich vernünftige Politik machen, die unserem Wahlprogramm entspricht. Das tut Frau Molt weiterhin. Ob da dann das Label FDP oder SSW drauf klebt, ist für jeden politisch denkenden Menschen eher zweitrangig.“

Für Hadewig und Fink sowie für Susanne Molt ist klar: Wenn Wähler oder Parteianhänger ernsthaft ein sachliches Problem mit dem Beitritt zur SSW-Fraktion haben, stehen alle für ein klärendes Gespräch zur Verfügung. Sie sind sich sicher, mögliche Bedenken leicht ausräumen zu können.