Apr 212013
 
Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit Vereinigung Liberaler Kommunalpolitiker Schleswig-Holstein e.V.

Am Samstag haben die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und die Vereinigung Liberaler Kommunalpolitiker Schleswig-Holstein in Kiel zum ersten Mal die Auszeichnung Liberaler Leuchtturm verliehen. Sie wird für beispielhafte liberale Aktionen und Initiativen auf kommunaler Ebene in Schleswig-Holstein vergeben.

Der FDP-Landesvorsitzende Dr. Heiner Garg berichtete als Laudator launig: „Als ich las, wer 2. Preisträger ist, musste ich schon schmunzeln. Ja, der Oliver Fink, der ist anstrengend. Ich meine das positiv, ganz im liberalen Sinne.“ Mit dem Preis an die Eckernförder Ratsfraktion wird deren erfolgreicher Einsatz für den Erhalt der Geburts- und der Kinderstation an der imland-Klinik ausgezeichnet. Der erste Preis ging an die FDP-Kreistagsfraktion in Dithmarschen für deren Engagement für Haushaltkonsolidierung.

Übergabe der Ehrenurkunde durch Dr. Heiner Garg

Der FDP-Landesvorsitzende Dr. Heiner Garg (rechts) überreicht die Ehrenurkunde an Susanne Molt und Oliver Fink.

Oliver Fink, der den Preis als Fraktionsvorsitzender zusammen mit Susanne Molt entgegen nahm, freute sich über den zweiten Platz außerordentlich: „Es zeigt, dass der Kampf für unsere Klinik landesweit Aufmerksamkeit erregt hat. Eckernförde hat ein Zeichen gesetzt, dass das Sterben der Geburtsstationen in der Fläche kein Naturgesetz ist.“

Gleichwohl wusste er, wem seine Fraktion diese Auszeichnung verdankte: „Üblicherweise hört man bei einer Preisverleihung: ‚Mutti, ich danke Dir.‚ In Eckernförde allerdings müssen wir sagen: ‚Muttis, wir danken Euch.‚ Ohne das Engagement der Mütter, Hebammen und Ärzten gäbe es inzwischen beide Stationen nicht mehr.“

Nur durch den großen öffentlichen Druck sei es möglich gewesen, den Erhalt politisch durchzusetzen. Fink erläuterte: „Mit den vielen Bürgerinnen und Bürgern im Rücken war es uns möglich, gemeinsam mit unserer Kreistagsfraktion das Thema immer wieder ins Gespräch zu bringen. Letztendlich haben wir dann Schritt für Schritt die anderen Parteien motiviert, mit uns zusammen den Beschluss zum Erhalt der Stationen umzusetzen. Wo gute Argumente allein nicht reichten, überzeugte die schlichte Masse protestierender Menschen. Deshalb nehmen wir diesen Preis vor allem stellvertretend für all diejenigen in Empfang, die sich in bester bürgerlicher Tradition für ihre Region eingesetzt haben.“

Fink beglückwünschte darüber hinaus seinen Altenholzer Parteifreund Jens Ruge, der mit dem ebenfalls erstmals verliehenen Uwe-Ronneburger-Preis für seine Lebensleistung als liberaler Kommunalpolitiker ausgezeichnet wurde.