Mrz 272013
 

Zu den Beratungen über einen möglichen Standort für ein neues Kino in Eckernförde erklärte der Vorsitzende der FDP-Ratsfraktion, Oliver Fink:

„Zunächst einmal ist es erfreulich, dass Eckernförde für Kinobetreiber so interessant ist, dass sie sich um einen Standort bemühen. In der letzten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses wurden so drei Standorte vorgestellt, die alle ihre spezifischen Vor- und Nachteile haben.“

Auch wenn die FDP ihre Beratungen noch nicht abgeschlossen hat, zeichnen sich nach Finks Darstellung schon grobe Linien ab: „Der Standort auf der Skaterbahn am Schulweg hat verkehrlich durchaus Charme. Allerdings widerspricht er der städtebaulichen Planung und die Gebäude sind mit einer angedachten Höhe von bis zu 17 Metern viel zu groß. Wir haben auch Bedenken hinsichtlich des Baum- und Naturschutzes sowie der umliegenden Kleingartenanlagen. Meiner persönlichen Einschätzung nach hat der plumpe Erpressungsversuch eines Marktbetreibers in der Sitzung diesem Standort nicht gedient.“

Die verbliebenen Standorte Willers-Jessen-Schule und Bahnhof blieben hingegen im Rennen: „Unsere Bedenken einer dunklen Fassade bei der Willers-Jessen-Schule sind inzwischen ausgeräumt. Eine Lösung an diesem Standort würde mit Sicherheit die Kieler Straße im südlichen Bereich beleben. Auch die Parkplatzproblematik erscheint uns lösbar. Größtes Hindernis sind die nötigen Vorleistungen der Stadt in Millionenhöhe“, erläuterte der Liberale.

Dieses Problem bestünde am Bahnhof nicht: „Hier sehen wir die Möglichkeit, den Bereich nachhaltig attraktiver zu gestalten und die Achse Bahnhof-Fördeplatz-Strand weiter voranzubringen. Die Bebauung soll mit einer Höhe von bis zu 11 Metern unterhalb der Höhen in der Umgebung bleiben. Neue Parkplätze werden unterirdisch geschaffen. Hier liegt das Problem hauptsächlich darin, mit der Deutschen Bahn AG eine belastbare Vereinbarung zu treffen. Wir tendieren zurzeit in Richtung dieses Standorts – sofern sich eine solche Vereinbarung zeitnah realisieren lässt.“

Zur von der SPD ins Spiel gebrachten Variante der Überbauung des Ratshausparkplatzes erklärte Fink abschließend: „Nach Stand der Dinge kann ich mir das überhaupt nicht vorstellen. Einerseits soll die Reeperbahn verkehrsberuhigt werden, andererseits lassen die Bestrebungen nicht nach, sie auf eine enge Schneise durch die Stadt zu reduzieren – erst an der Gerichtsstraße, jetzt hier. Vor einem abschließenden Urteil wollen wir allerdings konkrete Entwürfe abwarten.“