Feb 012013
 

Zu den Einlassungen der SPD-Kreistagsfraktion hinsichtlich der drohenden Schließung der Geburts- und Kinderstation an der imland-Klinik in Eckernförde erklärte der Fraktionsvorsitzende in der Eckernförder Ratsversammlung, Oliver Fink:

„Wir freuen uns aufrichtig, dass die Kreistagsfraktion der SPD den Antrag unserer Fraktion im Kreistag aufnimmt, erweitert und unterstützt. Damit treibt jetzt eine zweite Fraktion auf Kreisebene dieses Thema. Erfreulich ist auch, dass der SPD-Fraktionsvorsitzende Kai Dolgner unsere Ansicht teilt, dass der Sozial- und Gesundheitsausschuss sehr wohl zuständig für die im FDP-Antrag genannten Themen ist. Wir hoffen sehr, dass sein Parteifreund und Ausschussvorsitzender Ulrich Kaminski inzwischen ebenfalls dieser Überzeugung ist.“

Harsche Kritik übte der Liberale an der Haltung des Kreispräsidenten und Vorsitzenden des Aufsichtsrats der imland-Klinik, Lutz Clefsen: „Dem Spitzenkandidaten der CDU zur kommenden Kreistagswahl ist es immer noch nicht gelungen, seine widerstreitenden Aufgaben im Sinne der Bürger wahrzunehmen. Während er als Kreispräsident eigentlich für die Ausgleichsfunktion des Kreises und die Grundversorgung im gesamten Kreisgebiet kämpfen müsste, stellt er als Aufsichtsratsvorsitzender ausschließlich betriebswirtschaftliche Belange in den Fokus. Und weil er das öffentlich so nicht verkaufen kann, bemüht er juristische Nebenkriegsschauplätze wegen einzelner Worte im Antrag. Um ein klares Bekenntnis zum Erhalt der beiden Stationen drückt er sich ebenso herum wie sein Fraktionsvorsitzender Manfred Christiansen, der nur blumig vom Erhalt des Standortes Eckernförde allgemein spricht. Vielleicht habe ich in der Debatte ja etwas verpasst. Aber meiner Meinung nach stand der bisher überhaupt nicht in Frage.“

Fink forderte die Kreis-CDU auf, jetzt ebenfalls ein eindeutiges Bekenntnis abzugeben: „Ich weiß, dass auch die Kollegen in der Eckernförder CDU dringend darauf warten. Die müssen jetzt noch einmal alles geben und den Druck auf ihre Kreistagsfraktion erhöhen. Dann können wir gemeinsam noch vor der Kommunalwahl endlich den Sack zumachen und die Geburts- und Kinderstation für unsere Stadt langfristig sichern.“