Jan 182013
 

Im Nachgang zur gemeinsamen Sitzung der Hauptausschüsse des Kreises und der Stadt Eckernförde hat die FDP-Kreistagsfraktion einen Antrag zur nächsten Sitzung des Sozial- und Gesundheitsausschusses eingereicht.

Der Beschlussvorschlag sieht vor, dass der Kreis seinen Willen zum Erhalt der Geburts- und Kinderstation in Eckernförde erklärt. Weiterhin wird eine Beauftragung der Geschäftsleitung gefordert, diesen Erhalt durch entsprechende Maßnahmen sicherzustellen und diese der Kreispolitik vorzustellen. Dritter Punkt des Antrages ist die Vorstellung von Alternativmodellen zur Belegarztregelung durch die Geschäftsführung. Darüber hinaus soll die Geschäftsführung beauftragt werden, aufzuzeigen, wie andere Kreise die Grundversorgung in der Fläche sicherstellen.

Fraktionsvorsitzender Jan Butenschön erklärte dazu: „Die gemeinsame Sitzung war wichtig, um Beeinträchtigungen im gegenseitigen Verhältnis zwischen Stadt und Kreis nachhaltig auszuräumen. Wir haben jetzt unseren Antrag eingebracht, um den Prozess zur Sicherung der beiden Stationen nach der gemeinsamen Hauptausschusssitzung konstruktiv voranzubringen. Er ist auch ein Resultat unseres Gesprächs mit Ärzten, Hebammen und jungen Müttern im letzten Jahr. Wir hoffen natürlich sehr auf die Unterstützung der anderen Fraktionen.“

Oliver Fink, bürgerliches Mitglied im Sozial- und Gesundheitsausschuss des Kreises und Fraktionsvorsitzender in der Eckernförder Ratsversammlung, ergänzte: „Es ist wichtig, dass es jetzt konkret für die beiden Stationen vorangeht. Auch wenn ich nach der Sitzung ein besseres Gefühl habe, sind meine Zweifel an der Ernsthaftigkeit der Rettung nicht nachhaltig ausgeräumt. Es ist schon aufgefallen, dass Klinikchef Martin Wilde auch auf Nachfrage einem klaren Bekenntnis ausgewichen ist, dass die angekündigten Investitionen für den Standort Eckernförde auch den Kreißsaal betreffen. Verdächtig auch, dass ein Zukunftskonzept erst ‚im Sommer‘ vorliegen soll – wenn die Kommunalwahl bereits gelaufen ist.“

Beide Liberale sind sich einig, dass es jetzt am Kreis ist, „Butter bei die Fische“ zu packen. „Dafür haben wir jetzt zumindest den ersten Aufschlag gemacht“, erklärte Butenschön abschließend.