Aug 282012
 

Die FDP-Ratsfraktion hat die öffentliche Anfrage der Bürgerinitiative „Bauen in Eckernförde“ beantwortet. Der Fraktionsvorsitzende Oliver Fink erklärte dazu: „Wir begrüßen jede Art von bürgerschaftlichem Engagement. Deshalb haben wir die aufgeworfenen Fragen gern beantwortet. Allerdings möchten wir interessierten Bürger auch nicht vorgaukeln, das man komplexe Sachverhalte einfach mit ja oder nein beantworten kann. Das Leben ist halt kein Multiple Choice Test.“ Die FDP-Fraktion habe deshalb die Fragen so beantwortet, dass sowohl die Rahmenbedingungen als auch die von ihr berücksichtigten nicht-baulichen Aspekte deutlich würden.

„Inhaltlich besteht doch gar kein Zweifel daran, dass die rechtsgültigen Teile der Gestaltungssatzung Anwendung finden müssen“, ergänzte Bauausschuss-Mitglied Wolfgang Bachor. Bisher sei das nach Einschätzung der Fraktion der Fall gewesen. Auch der Einrichtung eines Gestaltungsbeirats stünde die FDP positiv gegenüber: „Uns ist es allerdings wichtig, dass er mit Fachleuten besetzt wird, möglichst zu einem nennenswerten Teil mit auswärtigen. Ob das dann finanziell noch darstellbar ist, wird zu prüfen sein. Wie bei allen Beiräten sehen wir auch diesen ausschließlich beratend, zumal dieses beispielsweise im Falle von B-Plänen auch rechtlich gar nicht anders möglich ist.“

Fink betonte, dass die FDP die Bebauung des Parkplatzes der Alten Bauschule zur Reeperbahn bisher immer abgelehnt habe: „Da hat sich unsere Haltung überhaupt nicht geändert. Die Gerichtsstraße besitzt eine Entrée-Funktion für den Bereich der Innenstadt. Die kann man vorn nicht einfach zuklotzen.“ Sollte es zu einer neuen Bebauung für den Bereich des Bahnhofes kommen, würde die Funktion der Gerichtsstraße nur wichtiger.

„Der Bereich des Jungfernstiegs lässt sich unserer Auffassung nach ohne B-Plan inzwischen nicht mehr vernünftig regeln. Deshalb haben wir die Aussage von Bauamtsleiter Roy Köppen, dort sei ein B-Plan seit Jahren überfällig, aufgenommen. Für die Sitzung des Bau- und Umweltausschuss haben wir deshalb beantragt, das die Verwaltung einen Entwurf für einen solchen B-Plan vorlegt“, schloß Wolfgang Bachor.

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