Apr 242009
 

Auf dem Kreisparteitag der FDP in Eckernförde wird auch über einen Antrag der Ortsverbände Eckernförde und Wasbek sowie der Eckernförder Ratsfraktion beraten, in dem gefordert wird, dass sich der Kreis in angemessener Form an den Kosten der Schulsozialarbeit beteiligt. Dazu erklärte der Vorsitzende der Eckernförder Ratsfraktion, Oliver Fink:

„Gerade in der Schule zeigen sich gesellschaftliche Veränderungen wie unter einem Brennglas. So werden unter anderem Problemstellungen, die früher in der Familie oder deren sozialem Umfeld geregelt wurden, vermehrt in den Unterricht getragen. Doch damit nicht genug: Durch große Klassen, fehlende Lehrer, Abschaffung der Wiederholung von Klassenstufen, Abschaffung der Zurückstellung noch nicht schulreifer Kinder, jahrgangsübergreifendes Lernen oder das Turbo-Abi werden solche Entwicklungen noch verstärkt und zusätzliche Problemfelder geschaffen.

Gleichzeitig weigert sich die Landesregierung, sich an der Bekämpfung der von ihr maßgeblich mitverschuldeten Problemen zu beteiligen. Die Anfrage der Stadt Eckernförde beispielsweise, ob sich das Land an der Schulsozialarbeit in Eckernförde zumindest finanziell beteiligen würde, lehnte das Bildungsministerium strikt ab. Der Kreis lehnte dieselbe Anfrage zwar ebenfalls ab. Dort wird jedoch zurzeit noch geprüft, ob es eine grundsätzliche Regelung für die Beteiligung Rendsburg-Eckernfördes an der Schulsozialarbeit der Schulträger geben soll. Denn einem ähnlichen Bedarf müssen die meisten Schulträger des Kreises gerecht werden.

Für uns als Antragssteller ist es unstrittig, dass es sich bei der Schulsozialarbeit um eine Landesaufgabe handelt. Gleichwohl dürfen wir diese Sicht nicht auf dem Rücken der Schüler, Lehrer und Eltern austragen. Deswegen werden wir uns dafür einsetzen, dass sowohl die Stadt als auch der Kreis zwischenzeitlich in die Bresche springen. Bei der Landtagswahl im kommenden Jahr können dann die Wähler dafür sorgen, dass eine sachbezogene Schulpolitik endlich wieder dafür sorgt, dass sich Bildung an den Bedürfnissen der Schüler orientiert. Schleswig-Holstein darf nicht das Bundesland bleiben, in dem das Einkommen der Eltern im Vergleich zu anderen Ländern am meisten über den Schulerfolg entscheidet.“

Anlage: Antrag zum Kreisparteitag der FDP Rendsburg-Eckernförde