Jan 262007
 

Angesichts der Presseberichterstattung über die Reaktionen Eckernförder Schulen anlässlich der gestrigen Verabschiedung des neuen Schulgesetzes im Landtag kritisierten der FDP-Ratsvertreter Jan-Hendrik Strunk und der FDP-Ortsvorsitzende Oliver Fink das Vorgehen der Schulleitungen und forderten die Berücksichtung der Interessen von Schülern und Eltern bei der Umsetzung.

„Seit gestern ist das neue Schulgesetz Realität. Damit ist auch klar, dass die CDU ein weiteres Ihrer Wahlversprechen gebrochen hat, nämlich den Erhalt des dreigliedrigen Schulsystems. Das darf jedoch kein Grund sein, jetzt überstürzt die Eckernförder Schullandschaft umzukrempeln. Die Landesregierung hat wenigstens dafür ausreichend Zeit vorgesehen,“ erklärte Strunk.

Fink ergänzte: „So verständlich es jetzt ist, dass die Schulen sich eine möglichst gute Ausgangsposition im Wettbewerb um die Schüler sichern wollen, so wenig darf das für die Planungen des Schulträgers bestimmend sein. Die Eltern von Viertklässlern müssen sich nämlich jetzt gerade in den nächsten Wochen für die richtige weiterführende Schulform entscheiden – oft eine nicht leichte Entscheidung. Auf diversen Veranstaltungen durfte ich mittlerweile erleben, wie der sich abzeichnende Umbau ohne jegliche verlässliche Information der Betroffenen zu schwerer Verunsicherung geführt hat. Deshalb darf es in unseren Augen im Sinne der Eltern und Schüler zum kommenden Schuljahr zu keinen Veränderungen in der Eckernförder Schullandschaft kommen.“

„Aus diesem Grund wird die FDP in der Eckernförder Ratsversammlung auch keinen Veränderungen mit Wirkung auf das Schuljahr 2007/2008 zustimmen. Auch für die Zukunft ist für uns die Maßgabe, dass wir Veränderungen nur dann zustimmen werden, wenn sowohl die rechtlichen Rahmenparameter gemäß Schulgesetz vorliegen als auch die betroffenen Eltern den Willen zum Umbau ausdrücklich erklärt haben – das allein ist unser Maßstab,“ kündigte Strunk für die Ratsvertretung an.

„Deshalb werden wir darauf dringen, den Ausgang des angekündigten Verfahrens einer Volksinitiative abzuwarten und nicht schon vorher antidemokratisch Fakten zu schaffen. Außerdem werden wir uns dafür einsetzen, dass die FDP in den kommenden Landtagswahlkampf mit der klaren Aussage zieht, diesen Unsinn rückgängig zu machen. Wer jetzt allerdings versucht, den Elternwillen durch schnelle Umsetzung zu umgehen, der kann sich schon einmal darauf einstellen, dass wir ihn in der nächsten Kommunalwahl mit dieser inakzeptablen Praxis von Bürgervertretung stellen werden,“ schloss der liberale Ortsversitzende.