Feb 172006
 

Die Planung von Arctec für ein Hotel mit Wellness-Bereich und für Wohnbebauung an der Hafenspitze wird eingestellt. Darauf verständigten sich gestern am 16.02.06 in einem Gespräch Vertreter von CDU, SPD, Grünen und FDP und der Verwaltung mit Herrn Gehring von der Arctec Planungsgesellschaft GmbH und den Geschäftsführern der WOBA Wohnungsbaugesellschaft Böklund, Herrn Boysen und Herrn Eissing1).

Der Grund dafür, dass das Projekt nicht weiter verfolgt wird, bestünde darin, dass man sich in wesentlichen Punkten nicht einigen konnte, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Das gelte für den Umfang und die Gestaltung der Hochbauplanung und die entsprechenden Festsetzungen im Bebauungsplan ebenso wie für den städtebaulichen Vertrag, insbesondere die Konditionen für den Verkauf des städtischen Grundstücks am Hafen.

Die städtischen Vertreter hätten in dem Gespräch noch einmal ganz deutlich gemacht, dass die Vorgaben des Bauausschuss-Beschlusses vom 14. November 2005 einzuhalten seien. Dies gewährleiste die Planung jedoch nicht. Darüber hinaus werde seitens der Stadt ein angemessener Kaufpreis für das städtische Grundstück erwartet, ebenso erscheine die Finanzierung des Projekts nicht gesichert, wird in der Pressemitteilung betont.

Die Bauleitplanung für die Hafenspitze wird zunächst nicht fortgeführt. Die an diesem Gespräch beteiligten politischen Parteien halten aber an dem Ziel fest, am Hafen touristische Infrastruktur gemeinsam mit privaten Investoren zu etablieren.


1) Dieses ist die Pressemitteilung, die nach unserer Kenntnis so von der Bürgervorsteherin an die Presse versandt wurde. Offenbar hat die Firma ARCTEC dieser Pressemitteilung so nicht zugestimmt, wie ein Auszug der folgenden EMail von Herrn Emil Gehring (ARCTEC Planungsgesellschaft mbH) zeigt:

Sehr geehrter Herr Fink,

auf der Homepage der FDP ist eine angebliche Presseerklärung ausgedruckt, aus der hervorgeht, dass sich die ARCTEC und die WOBA Wohnungsbaugesellschaft mit den Parteien und Verwaltung geeinigt hätten, die Planung an der Hafenspitze einzustellen. Es ist nicht nachvollziehbar, welche Ziele Sie als Verantwortlicher mit dieser bewussten Falschmeldung verfolgen. Wir fordern Sie daher auf, unverzüglich diese Falschmeldung zu korrigieren und richtig zu stellen. Sie werden es sicher nicht auf eine Unterlassungsklage ankommen lassen.