Apr 212005
 

Zu den Erklärungsversuchen des designierten Staatssekretärs für Hochschulpolitik und CDU-Ortsvorsitzenden Jost de Jager bezüglich der Schließung der Bauschule erklärte der Vorsitzende des FDP-Ortsverbandes Eckernförde, Oliver Fink:

„Noch drei Tage vor der Landtagswahl lehnte sich Herr de Jager per Presse ganz weit aus dem Fenster: Er zweifelte die von der Landesregierung vorgelegten Gutachten an und kündigte wörtlich an: ‚Wir werden die finanziellen, baulichen und inhaltlichen Annahmen eingehend prüfen.‚ Und bis dahin solle der Umzug auf Eis gelegt werden. Weiterhin ging Herr de Jager davon aus, dass die ‚Berechtigung einer Verlagerung des Fachbereiches Bauwesen von Eckernförde nach Lübeck nicht mehr gegeben ist.

Am vergangenen Dienstag verkündet er dann überraschend, dass die Schließung der Bauschule nicht mehr zu stoppen sei. Dieses widerspricht eindeutig seinen vorherigen Aussagen und den Ausführungen des Dekans der Bauschule Prof. Helmut Offermann vor einigen Tagen, der die Chancen steigen sah, den Standort Eckernförde zu erhalten und den auch wirtschaftlich unsinnigen Umzug zu stoppen.“

Als besonders befremdlich bewertet Fink, in welch kurzem Zeitraum nach der Wahl die angekündigte eingehende Prüfung abgeschlossen gewesen sei. „Damit wird deutlich, dass für Herrn de Jager die Aussage mehr Wahlversprecher als Wahlversprechen gewesen ist. Ich fühle mich sehr stark an die Aussage der Eckernförder CDU im Kommunalwahlkampf zum Fachmarktzentrum Hörst erinnert, die nach der Wahl auf gleiche Weise blitzschnell wieder kassiert wurde,“ fuhr Fink fort. „Wenn man so Wahlkampf betreibt, muss man sich über Politikerverdrossenheit nicht wundern.“

Abschließend stellte der FDP-Mann fest: „Jost de Jager ist bereits vor seinem Amtsantritt vollständig gescheitert. Erst wird ihm in den Koalitionsverhandlungen seine Gegenspielerin im Wahlkampf, Ute Erdsiek-Rave, als Kultusministerin vorgezogen, obwohl sie die desaströse Bildungssituation im Lande zu verantworten hat. Dann kann er eines seiner Kernversprechen der Wahl in dem von ihm zu verantwortenden Fachbereich nicht durchsetzen, obwohl es wohl eine parlamentarische Mehrheit dafür gäbe, wenn die CDU ihre eigenen Wahlversprechen denn ernstnähme. Mit einem letzten Funken Selbstachtung würde Herr de Jager sein neues Amt gar nicht erst antreten!“